Das MACOPionier der mediterranen Straßenkunst
Seit 2008 hat Sète sein eigenes MACO – Musée à Ciel Ouvert (Freilichtmuseum). Diese kühne Initiative, die im Rahmen des K-Live-Festivals ins Leben gerufen wurde, hat die Stadt in eine echte urbane Galerie verwandelt, in der mehr als vierzig Kunstwerke mit der mediterranen Architektur in Dialog treten.
Jedes Jahr, während des K-Live-Festivals zwischen Mai und Juni, erobern führende Street-Art-Künstler aus aller Welt die Mauern von Sète. Der Kunstparcours schlängelt sich entlang der Kanäle, steigt hinauf ins Quartier Haut, schlendert zur Pointe Courte und erkundet die authentischen Ecken der Stadt.
Die Namen, die die Mauern geprägt haben, lassen Kenner träumen: C215 und seine poetischen Schablonen, Philippe Baudelocque und seine monumentalen Kreidezeichnungen, Seth Globepainter und seine farbenfrohen Figuren, Levalet und seine schelmischen Silhouetten, Kashink mit seinem Pop-Universum oder auch Ememem, der die Bürgersteige mit Fliesenmosaiken ausbessert.
Das Barbara Carrasco gewidmete Wandbild für Agnès Varda an der Pointe Courte bleibt ein Wahrzeichen. Dieses legendäre Viertel, das von der Filmemacherin verewigt wurde, beherbergt nun ihr lebendiges Porträt zwischen Fischernetzen und den bunten Fassaden der Fischerhäuser.
Der Respekt vor der Arbeit der Künstler fällt sofort ins Auge. Im Gegensatz zu anderen Städten bewahrt Sète sein städtisches Erbe eifersüchtig. Die Werke sind nicht mit Graffiti übermalt: Eine echte Street-Art-Tradition hat sich in der DNA der Stadt verankert.

Besichtigung des Maco, des oberen Stadtteils
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