Sète und seine Kanäle: die einzigartige Insel
Sète gleicht keiner anderen Stadt am Mittelmeer. Auf ihrer Insel zwischen Lagune und Meer gelegen, lebt sie seit ihrer Gründung im 17. Jahrhundert vom Fischfang. Der Canal Royal durchzieht die Stadt von einer Seite zur anderen, gesäumt von bunten Fassaden, die sich im Wasser spiegeln. Die Zugbrücken werden mehrmals täglich angehoben, um die Boote passieren zu lassen, und zwingen den Autoverkehr zu Pausen.
Steigen Sie auf den Mont Saint-Clair, um die einzigartige Geografie der Gegend zu erfassen. Von seiner Höhe von 175 Metern aus erstreckt sich der Blick über drei Horizonte: das Mittelmeer, das sich bis nach Italien erstreckt, die Lagune von Thau mit ihren Austernbänken und das Lido, das sich über zwölf Kilometer goldenen Sandstrandes erstreckt. Bei klarem Wetter zeichnen sich im Süden die Pyrenäen ab.
Im Hafen laden die Trawler ihren Fang gleich nach ihrer Rückkehr ab. Auf den Terrassen werden Tielle, diese typische Tintenfischpastete aus Sète, Macaronade und über Holzfeuer gegarte Miesmuscheln (Brasucades) serviert. Im Sommer verwandeln die Wasserspiele die Kanäle in Arenen: Zwei in Weiß gekleidete Spieler treten auf ihren Booten mit Lanzen gegeneinander an, begleitet von den Rufen der Menge.
Die Stadt pflegt nicht nur ihr maritimes, sondern auch ihr künstlerisches Erbe. Das Musée de la Mer zeichnet die Geschichte der Fischerei und der Seefahrt in Sète nach, während das MIAM (Musée International des Arts Modestes) einen unkonventionellen Zugang zur Populärkultur bietet. Das Musée Paul Valéry, hoch oben an den Hängen des Mont Saint-Clair gelegen, verbindet bildende Kunst mit einem atemberaubenden Blick auf die Stadt. Der Espace Georges Brassens würdigt den Sohn der Stadt mit einem szenografischen Rundgang, der seinem Leben und Werk gewidmet ist.















