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Tafel 13: Der Mont Saint-Clair vom Hafen aus gesehen

Geschichte von Sète: der Mont Saint-Clair

Histoire de Sète : le mont Saint-Clair
Histoire de Sète : le mont Saint-Clair

Panorama vom Mont St. Clair – Richtung Hafen

Dieser 175 Meter hohe Kalksteinberg diente bereits im Mittelalter als Zufluchtsort für Piraten, war aber auch ein Ort des Gebets. Im 12. Jahrhundert wurde ihm eine Kapelle gewidmet. Die Kapelle Notre-Dame-de-la-Salette wurde 1861 an der Stelle der ehemaligen Festung Montmorencette errichtet, die unter Ludwig XIII. gebaut worden war.

Im Außenbereich steht das 1932 errichtete Kreuz, das ursprünglich aus Holz war und heute aus Zement besteht; es ist beleuchtet und kilometerweit sichtbar.

Blick auf den Hafen

Einst eine Insel, die Paul Valéry als „einzigartig“ bezeichnete, verdankt die Hafenstadt ihre Entstehung ihrem Hügel, einem wahren Aussichtspunkt, von dem aus man das Kommen und Gehen der Galeeren und Schiffe beobachten konnte. Zwar dachte König Heinrich IV. Ende des 15. Jahrhunderts an das Cap de Cette, um den Seehandel wieder anzukurbeln, der durch die Versandung der Häfen von Agde und Narbonne ins Stocken geraten war, so bedurfte es doch der Entscheidung Ludwigs XIV. und der großangelegten Bauarbeiten am Canal des Deux-Mers von Paul Riquet – dem heutigen Canal du Midi –, um im Juli 1666 diesen neuen Tiefwasserhafen zu schaffen.

Hier gibt es weder Stadtmauern noch Paläste; das architektonische Erbe von Sète – das bis Januar 1928 „Cette“ geschrieben wurde – entstand im Zuge seiner Entwicklung als Hafenstadt. Die Altstadt, die sich zwischen ihren Kanälen, künstlichen Inseln, Drehbrücken und Zugbrücken erstreckt, bestand im 18. Jahrhundert aus dem Quartier de la Marine und dem Quartier Haut. Heute ist Sète ein Passagier- und Frachthafen. Im Westen, vom Orsetti-Becken aus, verkehren regelmäßige Fährverbindungen; der Fährterminal empfängt Kreuzfahrtgäste, und gegenüber dem Bahnhof sowie im ehemaligen Becken nahe der Mole begeistern die Yachthäfen alle Liebhaber des Meeres.

Les Pierres-Blanches    

Am Nordwesthang des Mont Saint Clair befand sich bis 1920 ein 27 Hektar großer Staatswald, in dem noch Weinreben wuchsen und Schafe frei weideten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er teilweise abgeholzt, um Brennholz zu gewinnen; ab 1963 wurden dort wieder Kiefern und Zedern gepflanzt. Seitdem hat die Natur auf diesem kalkhaltigen Boden wieder die Oberhand gewonnen. Zwischen dem Kiefernwald und der Garrigue lassen sich rund 400 Pflanzenarten zählen, darunter zwei geschützte Arten: der Jupiterbart, ein blühender Strauch, und die Gagea, ein kleiner Krokus mit gelber Blüte.

Von der Aussichtstafel aus bietet sich ein Rundumblick auf die Cevennen bis hin zu den Pyrenäen und bei klarem Wetter sogar auf den Canigou.